Nizza, der Ort wo man die Zeit vergisst
Italienischer Charme und französischer Glanz finden sich in Nizza zusammen. Südländisches Flair und der salzige Geruch des Mittelmeeres begleiten den Besucher im Hafenviertel und auf der berühmten „Promenade des Anglais“. An der Côte d’Azur zwischen Cannes und Monaco gelegen, zählt die Stadt stolze 400.000 Einwohner. Trotzdem hat man nicht das Gefühl in einer Großstadt zu sein. Blumenmarkt, lauschige Plätze sowie Straßencafés laden zum sonnigen Verweilen ein. Das angenehme Klima schenkt dem Gastgewerbe keine Pause. Durch die geschützte Lage gibt es selbst im Winter keinen Frost. So wurde die Stadt seit dem 19.Jahrhundert Winter- Zufluchtsort für betuchte Briten und Russen die ihre architektonischen Spuren hinterließen.

Zudem startet das Nice Jazz Festival jedes Jahr und ist eines der ausdruckreichsten Events
Betritt der Besucher die gut erhaltenen Altstadt, wo es Stufen auf und ab und enge Gassen entlang geht, bleiben seine Blicke an schmucken barocken Wohnbauten und Kirchen haften. Er darf weder die Kathedrale Sainte-Réparate aus dem 17. Jahrhundert verpassen noch die Verkündigungskirche Sainte-Rita oder die Präfektur in der einst der Herzog von Savoyen residierte. Place Rosetti , inmitten der Altstadt bricht die dichten Häuserfronten auf und lässt die verloren geglaubte Sonne wieder ein. Place Masséna, das Herz der Stadt, grenzt die Altstadt hin zu dem Villenviertel der Neustadt ab. Hier laufen alle wichtigen Straßen zusammen. Es bietet nicht nur der Park de Jardin Abert Ier in seinen blumigen Laubgängen Erholung sondern auch die Rue Massena Unterhaltung. In diesem Teil der Fußgängerzone ist das Nachtleben und der schicke Einkauf zu Hause. In der Neustadt begegnen wir Palästen und Appartmenthäusern der Belle Epoche, sowie luxuriösen Hotels, wobei Negresco, der Palast des rumänischen Adligen, das Hotel par excellence ist. All das kann man aber am schönsten von den sogenannten „Kaskaden“ her sehen, da diese mit 92 Höhenmetern über die Stadt hinausausragen. Der Ort wurde nicht nur für romantische Paare und Fotografen angelegt.
Was man aber von oben nicht sehen kann, sind die vielfältigen Ausstellungen und Museen die der Stadt eine Tiefendimension geben. Besonders die moderne Kunst hat eine Heimstadt gefunden. Marc Chagall ist im „Musée Message Biblique“ zu Hause, die Impressionisten Manet und Degas im „Musée des Beaux Arts“. Pop Art „wohnt“ im „Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain“ und der Fovist Henri Matisse, der Nizza seine Heimat nannte, hat auf dem Berg Cimiez seine Bilder hängen.
Nizza ist mit Sicherheit eine Reise wert. Aber Achtung: Wer über Nizza nach Monaco oder Korsika will könnte sein Ziel verpassen, weil er verzaubert die Zeit vergisst.